
Auf dieser letzten Seite möchten wir Ihnen heitere Seiten unseres Lebens präsentieren. In loser Folge können Sie hier humorvolle Geschichten, Anekdoten, Bilder, Videos und anderes entdecken. Lassen Sie sich überraschen - und viel Spaß dabei!
Immer schön cool bleiben! Was wir von Tieren über Hitzestrategien lernen können – oder auch nicht!

Anfang Juli gab es die erste große Hitzewelle dieses Jahres in Dietzenbach. Viele von uns haben instinktiv alles richtig gemacht: keine Anstrengungen, im Schatten bleiben, viel trinken. Doch nicht alle Tiere haben diese Schutzmöglichkeiten. Welche Strategien haben sie entwickelt – und was könnten wir uns davon vielleicht abschauen?
Kühlung mit Kot – nichts für schwache Nerven
Eine etwas spezielle Methode ist bei Störchen zu beobachten: Sie reiben ihre Beine mit flüssigem Kot ein. Der wirkt als Sonnenschutz, und beim Verdunsten des Wassers im Kot wird dem Körper Wärme entzogen. Das verschafft den Tieren ein wenig Kühlung.
Fazit für uns: Nur bedingt umsetzbar – hohes Risiko sozialer Isolation.
Die Libelle macht den Handstand
Bestimmte Libellenarten richten ihr Hinterteil in einer Art Handstand direkt zur Sonne aus (die sogenannte „Obelisken-Stellung“). Dadurch minimieren sie die Fläche, die der Sonne ausgesetzt ist, und reduzieren ihre Wärmeaufnahme.
Wir Menschen sind in der Regel Zweibeiner und nehmen diese Haltung eigentlich automatisch ein. Merkwürdigerweise weichen Menschen an Stränden, Swimming-Pools und auf Kreuzfahrtschiffen oft vorsätzlich von dieser Körperstellung ab und bringen sich auch bei großer Hitze in die Vertikale, vorzugsweise auf einem Liegestuhl, der schon im Morgengrauen mit Hilfe eines Badetuchs reserviert wurde.
Das Kamel: Meister der Hitze
Kamele setzen auf eine clevere Doppelstrategie: An Bauch und Beinen haben sie dünnes Fell, das die Wärmeabgabe erleichtert. Das dichtere Fell am Rücken nimmt dagegen viel Schweiß auf, der nicht einfach heruntertropft, sondern zusammen mit dem Fell eine kühlende Matte bildet.
Wenn Wasser knapp ist, speichern Kamele tagsüber Hitze, um möglichst wenig zu schwitzen. Nach einer kühlen Wüstennacht kann ihre Körpertemperatur nur 34 °C betragen und im Lauf des Tages auf bis zu 41 °C ansteigen – ohne dass sie Schaden nehmen.
Beim Menschen funktioniert das leider nicht. Aber er war immerhin schlau genug, das Speiseeis zu erfinden: Wirkt – und schmeckt!
Fazit:
Tiere haben teils verblüffende Strategien entwickelt, um mit Hitze umzugehen – von elegant bis eigenwillig. Nicht alles eignet sich zur Nachahmung, aber eines ist sicher: Kühlung ist überlebenswichtig. Für uns reicht zum Glück oft ein Eis. Oder ein Platz im Schatten.
© Ludger Beckmann